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GVG zieht sich aus Glasfaserprojekt zurück

Friedberg, 18.02.2024

 

Stadt enttäuscht - Suche nach neuem Partner

 

Die GVG Glasfaser GmbH mit Sitz in Kiel stoppt den gemeinsam mit der Stadt geplanten eigenwirtschaftlich und flächendeckenden Breitbandausbau über die Marke „teranet“ in der Kreisstadt. Dies hat das Unternehmen am 16.02.2024 in einer Pressemitteilung offiziell verkündet. In Friedberg sorgt die Entscheidung für große Enttäuschung. Bürgermeister Kjetil Dahlhaus: „Die GVG hat uns vor vollendete Tatsachen gestellt, wir werden wieder bei null starten müssen.“

 

Wie die Stadt erklärt, war laut GVG der Vermarktungsprozess Ende November 2023 abgeschlossen, seitdem herrschte jedoch Funkstille aus Kiel, obwohl die Stadt Friedberg mehrfach den Kontakt suchte, um sich über den Stand der Dinge zu informieren. Dahlhaus: „Die lange Informationspause der GVG ließ bereits nichts Gutes erahnen.“

 

Nach einem dringlichen Schreiben des neuen Bürgermeisters kam es am 15. Februar 2024 schließlich zu einer Videokonferenz zwischen Stadt, Stadtwerken und der GVG. Dabei informierte der für Friedberg zuständige Sprecher der GVG darüber, dass die GVG das Projekt Friedberg nicht zur Ausführung bringen werde: 40 Prozent stadtteilübergreifend verpasst, Ende der Planung. Der Stadt wurde dabei mündlich mitgeteilt, wie es bei beim Interesse der Bürgerschaft und dem Abschluss von Vorverträgen in den einzelnen Stadtteilen aussieht.

 

Ockstadt nach Angaben der GVG deutlich über der 40%-Marke,
Bauernheim und Ossenheim über 40%, Bauernheim dabei deutlich,
Dorheim unter der 40%-Marke,
Fauerbach noch deutlicher unter der 40%-Marke.

Insgesamt und in der für die GVG maßgeblichen Mischkalkulation lag Friedberg unter 40%.

 

Im Stadtteil Kernstadt wurde von der GVG bis dato noch gar keine Vermarktung durchgeführt. Dahlhaus: „Ich hätte mir gewünscht, dass die GVG uns frühestmöglich informiert und in die Entscheidungsfindung eingebunden hätte, um mögliche Lösungswege zu finden. So wurde uns aber keine Möglichkeit gegeben, noch etwas für den gemeinsamen Erfolg des Projektes zu tun und gemeinsam nach Lösungen zu suchen“. Um den Sachverhalt besser analysieren zu können wurden die genauen Ergebnisse der Vermarktung angefragt.

 

In der Videokonferenz am 15. Februar kündigte die GVG eine Pressemitteilung für den 16.02.2024 an. Dahlhaus: „Wir wollten die Erklärung abwarten und uns dann als Stadt dazu äußern, wie wir weiter verfahren.“ In der Presseerklärung legt die GVG das Unterschreiten der 40 %-Marke ihrer Entscheidung zum Planungsstopp zu Grunde und spricht dabei auch von verschlechterten wirtschaftlichen Bedingungen: „Bundesweit und branchenübergreifend lassen insbesondere die stark gestiegenen Kosten für den Bau von Glasfasernetzen sowie die deutlich verschlechterten Finanzierungsbedingungen nahezu keine Spielräume mehr zu“. Auf seiner Website spricht der Konzern von einer „angepassten strategischen Ausrichtung des Unternehmens, das seinen Fokus zunächst auf bereits im Ausbau sowie Betrieb befindliche Ausbaugebiete legt und die Vermarktung neuer Ausbauprojekte bis auf weiteres zurückstellt.“ Dies lässt den Schluss zu, dass über das Verfehlen der 40-Prozent-Marke hinaus weitere Faktoren zu der Entscheidung des Ausbaustopps in Friedberg führten.

Der neue Bürgermeister der Stadt, seit dem 8. Januar 2024 im Amt, muss nun mit dem Entschluss der GVG umgehen. Für die Stadt bedeutet der Ausstieg der GVG nicht das Ende des geplanten Glasfaserausbaus. Allerdings ist die Stadt gezwungen, sich einen anderen Partner an die Seite zu holen. Dahlhaus: „Das ist nicht nur ärgerlich, es wirft uns leider auch zeitlich zurück.“

 

Die Stadt wird nun gemeinsam mit einem Beratungsunternehmen unter anderem ein so genanntes Markterkundungsverfahren und einen Branchendialog mit Telekommunikationsunternehmen durchführen, um herauszufinden, ob es ggf. interessierte Unternehmen gibt, die in Friedberg eigenwirtschaftlich ausbauen wollen, und um gleichzeitig den Antrag auf Fördermittel für nicht eigenwirtschaftlich ausgebaute Gebiete vorzubereiten.

 


 
 

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