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Flexible Stadtmöbel
Das Besondere an dem Projekt: Es lebt vom Mitmachen. Zahlreiche engagierte Pat*innen aus dem Friedberger Handel, aus Kultur- und Sozialeinrichtungen sowie von der Stadtverwaltung hauchen diesem Projekt Leben ein, indem sie es pflegen und auch bespielen.
Damit sind die Leihmöbel nicht nur als Sitzgelegenheiten gedacht – sie sollen vielmehr als soziale Treffpunkte und kleine Oasen im Alltag verstanden werden. Sie schaffen neue Räume für Begegnung, Austausch, Kultur oder einfach für stille Pausen im Alltag. Das Projekt „Straßen neu entdecken“ ist eine Initiative des Hessischen Ministeriums für Wirtschaft, Energie, Verkehr, Wohnen und ländlichen Raum in Zusammenarbeit mit der AGNH (Arbeitsgemeinschaft Nahmobilität Hessen).
Bis Ende Oktober 2025 läuft das Projekt, für das sich die Abteilungen Stadt- und Grünplanung vom Amt für Stadtentwicklung, Liegenschaften und Rechtswesen erfolgreich beworben haben. Für die Stadt entstehen minimale Kosten – dafür aber die Chance auf wertvolle Erkenntnisse in der Stadtentwicklung. Diese betreffen nicht nur die Erfahrungen der Projektbeteiligten: Auch Bürger*innen haben die Möglichkeit, die Aktion und die einzelnen Standorte online zu bewerten.
„Stadtentwicklung ist eine Gemeinschaftsaufgabe“, versichert Bürgermeister Kjetil Dahlhaus. „Alle – Projektteilnehmer*innen wie Bürger*innen – sind wichtige Impulsgeber*innen dafür, wie wir unsere Innenstadt zukunftsgerichtet und nachhaltig weiterentwickeln können. Diese Erfahrungen sollen auch in die Umgestaltung der Kaiserstraße einfließen.“ „Das Projekt ‚Straßen neu entdecken‘ mache Stadtentwicklung erlebbar“, so Hanna Rentschler, die das Experiment gemeinsam mit Janina Vesper für das Amt für Stadtentwicklung betreut und umsetzt.
Die Orte
Die ausgesuchten drei Quartiere stehen alle unter einem Motto: Die Kaiserstraße als Zukunftsquartier, unter der Patenschaft des Stadttheaters KINDERLOKAL, des BID Innovationsquartiers Kaiserstraße und der Stadtverwaltung (mit dem ZukunftsRaum Kaiserstraße). Der Bereich der Stadtkirche (Patin: Evangelische Kirche) ist das Kulturquartier, weil er das Wetterau-Museum, das Theater Altes Hallenbad (aha), die beiden Kirchen und die Friedberg Info vereint. Belebung der Altstadt ist das Motto des dritten Standortes. Hier konnten der Fünf-Finger-Treff (Diakonie Wetterau) und die Sozialsprechstunde (Die Linken) als Pat*innen gewonnen werden.
Noch ist das Programm der Pat*innen in Planung. Aber sicher ist: Die Sitzkombination vor dem Brautportal der Stadtkirche eignet sich hervorragend als Fotomotiv für Frischvermählte oder für den Social-Media-Account (#straßenneuentdecken). Und der neu aufgestellte Bücherschrank in der Altstadt macht nicht nur Bücher kostenlos und rund um die Uhr zugänglich, sondern könnte auch ein Treffpunkt für die Nachbarschaft werden.
Wie kann ich mich als Bürger*in beteiligen?
Während der Projektlaufzeit haben alle Bürger*innen die Möglichkeit, ihre Eindrücke online zu teilen. Und das geht unmittelbar. An jedem der Sitzmöbel ist ein QR-Code angebracht. Einfach einscannen und schon ist man auf der Umfrageseite von Nahmobilität Hessen. Hier können die Bürger*innen unmittelbar ihre Meinungen, Anregungen und eigene Ideen eingeben. „Wir wünschen uns, dass möglichst viele Friedberger*innen davon Gebrauch machen und sich damit aktiv an der Stadtentwicklung beteiligen“, hofft Amtsleiter Tobias Brandt.
Was geschieht nach Ablauf der Aktion?
Nach der Auswertung entscheidet das Amt für Stadtentwicklung der Stadt Friedberg, ob - und wenn ja, welche - Stadtmöbel erworben werden. Diese könnten dann an weiteren Orten getestet werden – sowohl in der Innenstadt als auch in den Friedberger Stadtteilen.
Die Pflanzen, die sich die Pat*innen aus zwei Pflanzkonzepten aussuchen konnten, können die Pat*innen entweder behalten oder für das dann neu angelegte Pflanzenbeet auf der Seewiese zur Verfügung stellen.



