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KreativHaus erhält neuen Betreiber: Gemeinnützige Genossenschaft dasgute.haus eG sichert Fortführung des städtischen Kreativlabors an der Kaiserstraße
Weiterhin sollen die Räume in der Kaiserstraße 89 als Veranstaltungsort und Treffpunkt für Initiativen, Netzwerke, Vereine, für kulturelle und gemeinnützige Ideen dienen. Als Mehrwertort für die Friedberger Stadtgesellschaft wird das Projekt weiterhin das Ziel verfolgen, die Innenstadt durch ein abwechslungsreiches Angebot zu beleben, lokale Netzwerke stärken und neue Impulse für eine lebendige Stadtentwicklung setzen.
Bürgermeister Kjetil Dahlhaus erklärt: „Mit dem neuen Betreiber gewinnt das KreativHaus deutlich an Perspektive. Die dasgute.haus eG bringt nicht nur Erfahrung und konzeptionelle Stärke mit, sondern vor allem die Motivation, diesen Ort im engen Austausch mit der Stadtgesellschaft weiterzuentwickeln. Das eröffnet ganz neue Chancen für Beteiligung, Kultur und Vernetzung mitten in Friedberg.“
Die gemeinnützige Genossenschaft dasgute.haus eG wurde 2020 mit einer ähnlichen Zielsetzung gegründet, wie das KreativHaus: Die Förderung von Begegnung, Partizipation, Kultur sowie die dadurch neu entstehenden Potentiale der Innenstadtbelebung haben die Entwicklung von dasgute.haus in Butzbach maßgeblich geprägt. dasgute.haus in Butzbach wurde zugleich nicht als städtisches Projekt initiiert, sondern hat sich aus einer bürgerschaftlichen Initiative heraus entwickelt und ist heute als eingetragene gemeinnützige Genossenschaft (eG) ein eigenständiges Sozialunternehmen.
Mit dem Wechsel des Betriebes verfolgt die Stadt Friedberg gemeinsam mit der dasgute.haus eG eine strategische Neuausrichtung des KreativHauses – von einem städtischen Projekt hin zu einem bürgerschaftlich getragenen Ort der Kultur, Beteiligung und Innovation.
Der Betreiberwechsel bietet die Chance, das KreativHaus zu einem dauerhaft in der Stadtgesellschaft verankerten Ort des Dialogs und der Stadtentwicklung zu machen. Die Stadt Friedberg und dasgute.haus eG laden daher alle Bürgerinnen und Bürger ein, diesen Ort aktiv mitzugestalten. „Wir wollen hier visionäre Ideen, Engagement, Potenzial und Talent der Menschen in Friedberg sichtbar machen und zugleich diesen Ort als Begegnungsort weiterentwickeln, der zu noch mehr Austausch und Vernetzung befähigt“, erläutert Vorstandsmitglied Dr. Agnes Model. „Alle Akteure, die bereits im KreativHaus in der Vergangenheit aktiv waren, genauso wie alle, die einfach nur neugierig sind und sich informieren möchten, wie die Räume in Zukunft genutzt werden können, sind herzlich eingeladen, sich bei uns zu melden. Es wird vieles weitergeführt und Bestand haben, zugleich darf Neues darüber hinaus zusätzlich möglich werden,“ ergänzt ihre Vorstandskollegin Stefanie Santila Krause.
In enger Zusammenarbeit mit der Wirtschaftsförderung der Stadt Friedberg sowie bestehenden und neuen Netzwerken will die dasgute.haus eG das KreativHaus als Reallabor der Stadt zu einem offenen Haus der Stadtgesellschaft weiterentwickeln, für dessen Erhalt und Gestaltung, die Bürgerinnen und Bürger der Stadt eingeladen werden, selbst Verantwortung zu übernehmen.
Den organisatorischen Rahmen dafür liefert die Rechtsform der gemeinnützigen Genossenschaft von dasgute.haus. Als gemeinnützige Genossenschaft lädt die dasgute.haus eG alle Bürgerinnen und Bürger dazu ein, das KreativHaus zu „ihrem“ Haus zu machen, es mitzugestalten und es nach ihren Bedarfen zu nutzen. „Was einer alleine nicht schafft, das schaffen viele gemeinsam.“, dieses Zitat eines der Gründungsväter des genossenschaftlichen Gedankens, Friedrich Wilhelm Raiffeisen, fasst den Kerngedanken dieser Idee zusammen. Es ist die Kraft der Gemeinschaft, die vieles ermöglicht und gerade in der heutigen Zeit ein unschätzbarer Wert ist. Zentrales Moment für diese gemeinschaftliche Idee ist die Mitgliedschaft: durch den Erwerb eines einzigen Genossenschaftsanteils (einmalige Zahlung von 100,00€) wird man Teil des gemeinnützigen Unternehmens, erwirbt damit das Stimmrecht auf der Hauptversammlung und übernimmt Verantwortung für den Erhalt dieses besonderen Mehrwertortes für Friedberg. Als gemeinnütziges Unternehmen ist der dasgute.haus eG zugleich wichtig: Mitwirken und Teilhaben kann zugleich jeder und jede auch ohne Mitgliedschaft. So stehen alle Angebote auch Personen offen, auch wenn sie noch keinen Anteil an der Genossenschaft erworben haben.
Über den Sommer hinweg startet eine Übergangsphase, in welcher die Neueröffnung vorbereitet und erste Kontakt- und Informationsmöglichkeiten für die Bürgerinnen und Bürger geschaffen werden.
Interessierte an der Nutzung des Raumes können sich gerne ab sofort per E-Mail unter hallo@dasgute.haus melden. Weitere Informationen und Bedarfsumfragen werden in den kommenden Wochen sowohl über Aushänge vor Ort in der Kaiserstraße 89 als auch über die Homepage der dasgute.haus eG (www.dasgute.haus) einsehbar sein. Gerne können sich auch Initiativen, Gruppen, Vereine und Institutionen der Stadt Friedberg proaktiv bei der dasgute.haus eG melden, um eine intensivere Vernetzung für die Zukunft zu etablieren.
Nach den Sommerferien werden erste Sprechstunden für persönliche Gespräche vor Ort, Termine für die „Talentbörse“ – das Format zum Mitgestalten – sowie für die Neueröffnung bekannt gegeben. So dass ab August und September 2025 die Räume zusätzlich zu der Nutzung durch interessierte Initiativen, Kulturschaffende, Organisationen oder Vereine auch zunehmend durch und für die Stadtgesellschaft geöffnet sein werden: als Ort der Begegnung, zur Information und Vernetzung, als öffentliches Wohnzimmer an der Kaiserstraße.
Informationen zum neuen Betreiber: dasgute.haus eG
Die gemeinnützige Genossenschaft dasgute.haus eG wurde im Jahr 2020 von BürgerInnen in Butzbach gegründet und betreibt dort ein innovatives Zentrum für Begegnung, Coworking, Familienförderung und Kultur.
Das bei Gründung erstellte Konzept sah die Etablierung eines Begegnungsortes rund um die drei Plätze des Lebens: den Marktplatz, den Arbeitsplatz und den Spielplatz vor. Aus dieser konzeptionellen Idee sind inzwischen ein Familienzentrum, ein familienfreundlicher Coworking Space sowie ein vielfältiges Kulturzentrum entstanden. Die grundlegende Motivation ist es, Elemente der traditionellen „Haus- und Hofgemeinschaft“ in die Moderne zu übertragen und dabei innovativ und lebendig verschiedene Ziele zu erreichen: die Unterstützung von Familien, den Austausch zwischen den Generationen, die Vereinbarkeit von Beruf und Familie sowie die Förderung von Kunst und Kultur.
Mit ca. 40 Angeboten in jeder Woche sowie ca. 250 Personen, die wöchentlich die Räume in der Krachbaumgasse 1-7 in Butzbach besuchen, ist dasgute.haus ein lebendiger Anker zum Erhalt einer lebendigen Kernstadt geworden. Mit seinem vernetzt gedachten Konzept und dem lebendig geführten Betrieb gilt es inzwischen als Modellprojekt für andere Kommunen und als Pionier für die Entwicklung und den Betrieb so genannter „Dritter Orte“.
Die dasgute.haus eG in Zahlen:
- 210 genossenschaftliche Mitglieder, Stand Juni 2025
- Ca. 250 Besucher:innen pro Woche, über 40 Veranstaltungen wöchentlich (Butzbach)
- Auszeichnungen: 1. Platz beim Hessischen Demografie-Preis 2021 sowie bei der Aktion Generation 2024, Wettbewerb des Hessischen Ministeriums für Familie, Senioren, Sport, Gesundheit und Pflege, 3. Platz beim Hessischen Sozialpreis 2024 für die „Talentbörse“ als bürgerschaftliches Korallenriff.
Kontakt und weitere Informationen
dasgute.haus eG
Vorstand: Stefanie Santila Krause & Dr. Agnes Model
06033 – 9758890
📧 hallo@dasgute.haus
🌐 www.dasgute.haus
📱 Instagram/Facebook: @dasgute.haus

