PraktiGo Zukunftsraum

Für viele Schüler:innen ist es eine frustrierende Erfahrung: Die Suche nach einem geeigneten Praktikumsplatz gestaltet sich oft schwierig und zeitaufwendig. Bewerbungen bleiben unbeantwortet, passende Stellen sind schwer zu finden, und der Prozess ist für beide Seiten – Schüler:innen wie Unternehmen – oft ineffizient. Dieses weitverbreitete Problem haben vier engagierte Jugendliche der Augustinerschule Friedberg in der vergangenen Woche aufgegriffen und eine innovative Lösung entwickelt: PraktiGo, ein Online-Matching-Tool, das Schüler:innen und Unternehmen für Pflicht- und freiwillige Praktika zusammenbringt.

Im Rahmen einer Projektwoche vom 30.06. bis 03.07.2025 arbeiteten die Schüler:innen Anna, Niclas, Celvin und Martin aus den Jahrgangsstufen 11 und 12 im ZukunftsRaum Friedberg an ihrer Geschäftsidee.

Unterstützt wurden sie dabei von einem Team aus Expert*innen: Philipp Linde und Kim Körber von der dark knights GmbH, dem Kooperationspartner der Stadt Friedberg für den ZukunftsRaum, Karina und Simon Krug von "besser isses" sowie David Neben von der Wirtschaftsförderung Friedberg. Das Projekt war eine Kooperation zwischen dem ZukunftsRaum Friedberg, der Wirtschaftsförderung und den Wirtschaftsjunioren Wetterau.

Die Projektwoche bot den Schüler:innen einen intensiven Einblick in die Welt des Unternehmertums. Am ersten Tag stand die Ideenfindung im Mittelpunkt. Die Jugendlichen präsentierten insgesamt sieben Geschäftsideen, die sie sogar dem Friedberger Bürgermeister Kjetil Dahlhaus vorstellen durften. Gemeinsam wurde dann PraktiGo als vielversprechendste Idee ausgewählt. Bürgermeister Dahlhaus zeigte sich beeindruckt: "Es ist inspirierend zu sehen, mit welchem Engagement und welcher Kreativität unsere Jugendlichen an realen Problemen arbeiten. Projekte wie PraktiGo zeigen, dass Friedberg ein fruchtbarer Boden für Innovation und unternehmerisches Denken ist. Wir sind stolz darauf, solche Initiativen in unserer Stadt zu fördern." Der zweite Tag widmete sich der Markenentwicklung und Marketingstrategie. Die Schüler:innen erarbeiteten Konzepte zur Zielgruppenansprache und zur medialen Präsenz ihrer Idee. Am dritten Tag lag der Fokus auf der Erstellung einer überzeugenden Pitch-Präsentation. Die Jugendlichen lernten den Aufbau einer solchen Präsentation kennen und erstellten die notwendigen Inhalte. Am vierten und letzten Tag präsentierten die Schüler:innen ihr Projekt in der Augustinerschule. Die Idee von PraktiGo stieß bei Schüler:innen und Lehrer*innen auf großes Interesse und regte zu spannenden Gesprächen an.

Die teilnehmenden Schüler:innen zeigten sich begeistert von der Erfahrung. Niclas fasste zusammen: "Es war die perfekte Mischung: Aus unserer ursprünglichen Idee wurde durch den klaren, zielgerichteten Prozess und die wertvollen Impulse blitzschnell eine greifbare und durchdachte Lösung für ein reales Problem. Diese Erfahrung war unglaublich bereichernd."

Anna ergänzte: "In unserer Projektwoche haben wir nicht nur gelernt, was Unternehmertum bedeutet – wir durften es erleben. Von der Idee bis zum eigenen Projekt haben wir Verantwortung übernommen, kreativ gedacht und den Mut entwickelt, selbstständig etwas auf die Beine zu stellen."

Philipp Linde von der dark knights GmbH zeigte sich beeindruckt von dem Engagement der Schüler:innen: "Es war faszinierend zu sehen, wie die Jugendlichen ein konkretes Problem aus ihrem Alltag aufgriffen und in nur vier Tagen eine durchdachte Lösung entwickelten. PraktiGo hat das Potenzial, die Praktikumssuche für Schüler:innen und Unternehmen gleichermaßen zu optimieren."

Das Projekt im ZukunftsRaum Friedberg verdeutlicht, wie wichtig es ist, junge Menschen früh an unternehmerisches Denken heranzuführen und ihnen die Möglichkeit zu geben, eigene Ideen zu entwickeln und umzusetzen. Die Kooperation zwischen Schule, Wirtschaft und Stadtverwaltung erwies sich dabei als fruchtbarer Boden für Innovation und praxisnahes Lernen.

Die Initiatorinnen des Projekts hoffen nun, dass die Idee von PraktiGo weiterverfolgt und möglicherweise sogar umgesetzt werden kann. Unabhängig davon haben die vier Schüler:innen der Augustinerschule in dieser Woche wertvolle Erfahrungen gesammelt und einen ersten Einblick in die Herausforderungen und Chancen des Unternehmertums erhalten.

Celvin reflektierte: "Vor wenigen Wochen waren es noch irgendwelche Ideen, die ich meiner Mutter anvertraute – heute führen wir unsere gemeinsame Vision vor Augen."

Martin fasste die Erfahrung zusammen: "Diese Woche war nicht nur eine völlig neue und lernreiche Erfahrung, sondern auch eine große Inspirationsquelle. Wir sind mit einer Idee gestartet und haben sie zu einem vollständigen Konzept ausgearbeitet. Ein besonderer Dank geht an alle, die das Projekt freiwillig unterstützt haben!"