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Friedberg steht geschlossen für den Erhalt der ICE-Halte – Stadtverordnetenversammlung verabschiedet Resolution
Die Resolution fordert die Deutsche Bahn und das Bundesministerium für Digitales und Verkehr auf, den Bahnhof Friedberg auch künftig als ICE-Halt im Fernverkehrsnetz zu berücksichtigen. Damit soll die leistungsfähige Anbindung der Kreisstadt an die nationalen Hauptverkehrsachsen gesichert bleiben. Die Stadtverordneten betonen zugleich die strategische Bedeutung des Bahnhofs: als Tor zur Wetterau, Oberzentrum der Region und Bindeglied zwischen Mittelhessen und dem Rhein-Main-Gebiet.
Hintergrund ist die Entscheidung der Deutschen Bahn, ab dem Fahrplanwechsel im Dezember 2025 die Fernverkehrsanbindung Friedbergs deutlich einzuschränken. Künftig sollen nur noch zwei Fernzüge pro Tag in Friedberg halten, während ein Großteil der bisherigen ICE-Verbindungen entfällt. Die Stadt Friedberg wurde darüber lediglich informiert, ohne dass ein vorheriger Dialog stattgefunden hätte. Nach Angaben der Bahn stehen hinter der Entscheidung die Verlagerung von Kapazitäten auf die Schnellfahrstrecke Kassel–Fulda sowie bauliche und betriebliche Gründe. Die Stadtverwaltung sieht darin eine erhebliche Schwächung des Standorts und befürchtet, dass aus der derzeit als „temporär“ bezeichneten Reduzierung eine dauerhafte Einschränkung werden könnte.
Auf Einladung von Bürgermeister Kjetil Dahlhaus trafen sich Vertreterinnen und Vertreter der Stadtverordnetenversammlung am Friedberger Bahnhof zu einem gemeinsamen Austausch und Foto. „Ich freue mich sehr über den Schulterschluss in dieser wichtigen Frage“, betonte Dahlhaus. „Dass die Resolution parteiübergreifend getragen wird, zeigt: Wir stehen geschlossen hinter dem Ziel, Friedbergs Fernverkehrsanbindung zu sichern und auszubauen.“
Zusätzlich hat Dahlhaus Gespräche mit Vertretern der Deutschen Bahn geführt, um die Bedeutung der ICE-Halte noch einmal deutlich zu machen. „Friedberg ist Kreisstadt, Wirtschafts- und Bildungsstandort. Täglich pendeln Tausende Menschen von und nach Friedberg. Eine gute Fernverkehrsanbindung ist für unsere Stadt keine Komfortfrage, sondern eine Notwendigkeit“, so der Bürgermeister.
Dahlhaus dankte in diesem Zusammenhang auch den Bundestagsabgeordneten aus dem Wetteraukreis, Frau Natalie Pawlik sowie Herrn Dr. Thomas Pauls, die sich bereits für den Erhalt der Halte eingesetzt haben. „Es ist wichtig, dass unsere Region mit einer Stimme spricht, auch in Berlin“, so Dahlhaus weiter.
Neben den Fragen der Anbindung sprach der Bürgermeister auch das Thema Barrierefreiheit an. Der geplante Umbau des Bahnhofs sei ein wichtiger Schritt, um Friedberg zukunftsfähig zu machen. „Bis zur vollständigen Modernisierung brauchen wir aber auch eine vorübergehende Lösung, um den Bahnhof für alle Menschen barrierefrei zugänglich zu machen“, forderte Dahlhaus.
Die Stadt Friedberg und ihre Stadtverordnetenversammlung wollen weiter aktiv bleiben und den Dialog mit der Deutschen Bahn sowie den zuständigen politischen Ebenen fortsetzen. „Unsere Forderungen sind klar formuliert und sie werden mit Nachdruck vertreten“, so der Bürgermeister abschließend.

