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Konversion der ehemaligen Ray Barracks schreitet voran – Entwicklung eines neuen Stadtquartiers nimmt Gestalt an
Das Gelände befindet sich im Eigentum der Bundesanstalt für Immobilienaufgaben (BImA) und damit im Besitz des Bundes. Die Konversion, also die Umwandlung der ehemaligen Militärliegenschaft in ein ziviles Stadtquartier, erfolgt in enger Abstimmung zwischen Bund und Stadt. Seit mehreren Jahren wird dieser Prozess intensiv vorbereitet und strukturiert vorangetrieben.
Ein zentrales Element ist das laufende Vergabeverfahren für die Gesamtentwicklung des Areals. Dieses Verfahren ist aufgrund der Rahmenbedingungen hochkomplex. Ziel ist es, gemeinsam mit einem geeigneten Investor ein tragfähiges Gesamtkonzept zu entwickeln.
Seitens der Stadt wurden in das Vergabeverfahren klare städtebauliche Ziele und Kennziffern eingebracht. Diese beruhen auf den Grundlagen des Integrierten Stadtentwicklungskonzepts (ISEK) sowie auf den Ergebnissen der Bürgerbeteiligung im Rahmen der Baulandoffensive Hessen. Die Entwicklung soll nachhaltig, ausgewogen und zukunftsfähig erfolgen. Neben Wohnraum für unterschiedliche Zielgruppen sind gewerbliche Nutzungen, gemischte Bauflächen und eine gute Nahversorgung vorgesehen. Auch Fragen der Mobilität, des Klimaschutzes, der Freiraumgestaltung und der sozialen Infrastruktur spielen eine zentrale Rolle.
Bürgermeister Kjetil Dahlhaus betont: „Die Ray Barracks sind eine einmalige Chance für Friedberg. Hier entsteht kein isoliertes Neubaugebiet, sondern ein eigenständiges Quartier, das sich in unsere Kernstadt einfügt und sie zugleich stärkt. Unser Ziel ist eine Entwicklung, die wirtschaftlich tragfähig, sozial ausgewogen und städtebaulich hochwertig ist.“
Im Rahmen dieses Gesamtprozesses hat die Stadt nun den Erwerb zweier Teilflächen auf dem Kasernengelände beschlossen. Diese sollen für den Neubau der Feuerwehr (Kernstadt) und einen neuen Standort des Baubetriebshofs genutzt werden. Damit sichert sich die Stadt wichtige Flächen für kommunale Infrastruktur und schafft gleichzeitig Planungssicherheit für die gesamtstädtische Entwicklung. Durch die Bündelung des Baubetriebshofs am neuen Standort werden zudem bisher im Stadtgebiet genutzte Flächen frei, die künftig für weitere städtebauliche Entwicklungen genutzt werden können.
Die Konversion der ehemaligen Ray Barracks ist ein vielschichtiger Prozess, bei dem zahlreiche Belange berücksichtigt werden müssen. Klar ist jedoch: Schritt für Schritt nimmt die Entwicklung Gestalt an. Mit dem laufenden Vergabeverfahren, den eingebrachten städtischen Leitlinien und den jüngsten Teilkäufen wird deutlich, dass sich auf dem Gelände der ehemaligen Kaserne spürbar etwas bewegt.

