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Rege Diskussionen bei der 2. Planungswerkstatt zum Mobilitätsplan 2035+
Rund 50 Bürgerinnen und Bürger nutzten die Gelegenheit, sich über den aktuellen Stand des Mobilitätsplans zu informieren, eigene Erfahrungen einzubringen und konkrete Hinweise für die weitere Planung zu geben. Bürgermeister Kjetil Dahlhaus begrüßte die Teilnehmenden und betonte die Bedeutung der öffentlichen Beteiligung für den weiteren Prozess.
„Der Mobilitätsplan 2035+ soll nicht am Schreibtisch entstehen, sondern die Erfahrungen und Bedürfnisse der Menschen in Friedberg aufnehmen. Wer täglich zu Fuß, mit dem Rad, dem Bus, der Bahn oder dem Auto unterwegs ist, weiß sehr genau, wo es gut funktioniert und wo Verbesserungen nötig sind“, sagte Bürgermeister Kjetil Dahlhaus.
Zu Beginn stellten die Expertinnen und Experten der Sweco GmbH zentrale Ergebnisse der bisherigen Analyse und Bestandsaufnahme vor. Dabei wurde deutlich, dass Friedberg bereits heute gute Voraussetzungen für eine zukunftsfähige Mobilität bietet. Viele Ziele sind fußläufig erreichbar, rund ein Drittel aller Wege wird zu Fuß zurückgelegt. Gleichzeitig bestehen deutliche Herausforderungen. Dazu gehören Belastungen durch den Kfz-Verkehr, insbesondere in der Kernstadt, Lücken in den Netzen für Fuß- und Radverkehr, Fragen der Barrierefreiheit im öffentlichen Nahverkehr sowie Handlungsbedarf rund um den Bahnhof.
Vorgestellt wurde zudem das Leitbild des Mobilitätsplans 2035+. Ziel ist eine Mobilität, die fair, inklusiv, klima- und gesundheitsfreundlich sowie wirtschaftlich tragfähig ist. Alle Menschen sollen ihre Ziele in Friedberg sicher, verlässlich und möglichst einfach erreichen können.
Im Anschluss arbeiteten die Teilnehmenden an sechs Thementischen weiter. Diskutiert wurden die Themen Radverkehr, Fußverkehr, öffentlicher Nahverkehr, Kfz-Verkehr und Parken, neue Mobilität sowie Kommunikation und Beteiligung. In mehreren Gesprächsrunden konnten die Bürgerinnen und Bürger ihre Einschätzungen einbringen, Probleme aus dem Alltag schildern und gemeinsam mit Verwaltung und Fachplanern erste Lösungsansätze diskutieren.
Besonders häufig genannt wurden der Wunsch nach sicheren und durchgängigen Radverbindungen, zusätzlichen Fahrradabstellmöglichkeiten, breiteren Gehwegen, weniger Konflikten mit parkenden Fahrzeugen, einer besseren Taktung im öffentlichen Nahverkehr, barrierefreien Haltestellen und mehr Sauberkeit am Bahnhof. Auch Tempo 30 in sensiblen Bereichen, eine verständliche Parkraumlenkung, digitale Informationen sowie Sharing-Angebote und bessere Verknüpfungen verschiedener Verkehrsmittel wurden angesprochen.
Mobilitätsmanager Tom Hasport machte zum Abschluss deutlich, dass die eingegangenen Hinweise nun sorgfältig ausgewertet werden. Sie fließen in die weitere Erarbeitung konkreter Maßnahmen für den Mobilitätsplan 2035+ ein.
„Die Beteiligung zeigt, wie wichtig das Thema Mobilität für Friedberg ist. Die Rückmeldungen aus der Planungswerkstatt helfen uns dabei, Maßnahmen zu entwickeln, die nah an den tatsächlichen Bedürfnissen der Bürgerinnen und Bürger liegen“, so Hasport.
Mit der 2. Planungswerkstatt geht der Mobilitätsplan 2035+ in eine weitere wichtige Phase. Die Stadt Friedberg wird die Ergebnisse der Beteiligung nun gemeinsam mit den Fachplanern auswerten und auf dieser Grundlage die Maßnahmenplanung weiter konkretisieren.


