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Sanierung der Mauer am Kriegerdenkmal in Friedberg-Fauerbach abgeschlossen
Grundlage der Sanierung war ein Gutachten des Instituts für Steinkonservierung aus dem Jahr 2020. Darin war unter anderem die Standfestigkeit großer Teile der Mauer bemängelt worden. Im Zuge der Maßnahme wurden die betroffenen Bereiche fachgerecht instandgesetzt.
Dafür musste die ca. 80 m lange und in Teilen bis zu 3,60 m hohe Mauer in Teilabschnitten Stein für Stein abgetragen und anschließend wieder neu aufgebaut werden. Insgesamt wurden dafür rund 5.000 Liter Fugenmörtel verarbeitet. Die Farbe und Oberflächenbeschaffenheit des Mörtels wurde zusammen mit der Denkmalbehörde durch die Anlage von Musterflächen sorgfältig ausgewählt. Die nicht fachgerechte Mauerabdeckung aus Ziegelsteinen wurde entfernt und die Mauerkrone in einem Rundbogenprofil entsprechend dem historischen Vorbild wiederhergestellt. Außerdem erfolgte eine schonende Reinigung der einzelnen Elemente des Kriegerdenkmals.
„Das Kriegerdenkmal in Friedberg-Fauerbach ist ein Ort der Erinnerung und Teil der örtlichen Geschichte. Umso wichtiger ist es, solche Anlagen mit Sorgfalt, Fachwissen und Respekt vor der historischen Substanz zu erhalten“, betont Bürgermeister Kjetil Dahlhaus. „Die Sanierung zeigt, wie gute Zusammenarbeit zwischen Stadt, Kirchengemeinde, Denkmalschutz, Planung und ausführender Fachfirma gelingen kann.“
Ein Großteil der Mauer befindet sich auf städtischen Grundstücken, ein Teil auf dem Grundstück der evangelischen Kirchengemeinde. Die Maßnahme wurde daher in enger Abstimmung zwischen der Stadt Friedberg und der Kirchengemeinde umgesetzt. Für die evangelische Kirchengemeinde begleitete Herr Brüshaber das Projekt. Die Planung lag beim Architekturbüro Seidel + Muskau aus Wettenberg-Wißmar. Ausgeführt wurden die Arbeiten durch die Firma Baukult Sanierungs- und Ingenieur GmbH & Co. KG aus Hatzfeld an der Eder.
Bei der Vergabe der Sanierungsleistung hatte die Stadt Friedberg besonderen Wert auf die fachliche Eignung gelegt. Dafür wurde eine individuelle Bewertungsmatrix erstellt, die neben dem Preis insbesondere die Fachkompetenz auf Grundlage von Referenzen berücksichtigte. Auf dieser Grundlage konnte mit der Firma Baukult ein überregional anerkannter Fachbetrieb im Bereich historischer Mauersanierung gewonnen werden.
Die Planung und Umsetzung erfolgten in enger Zusammenarbeit mit der Unteren Denkmalschutzbehörde, insbesondere mit Frau Kathrin Rudolph. Die Projektleitung auf Seiten der Stadt Friedberg lag zunächst bei Herrn Leicht, nach seiner Pensionierung im Juni 2024 übernahmen Frau Baumgart-Fischer und Frau Samani.
Die Stadt Friedberg zieht eine positive Bilanz der Maßnahme. Der Ablauf des Projekts war reibungslos, die Zusammenarbeit aller Beteiligten sehr gut. Besonders die hohe Fachkenntnis des Planungsbüros und der ausführenden Firma trug dazu bei, dass die Sanierung denkmalgerecht und zuverlässig umgesetzt werden konnte.

