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Friedberg beteiligt sich am bundesweiten Aktionstag „Kommunen am Limit“
Hintergrund ist die gemeinsame Initiative der kommunalen Spitzenverbände. Sie verweisen darauf, dass die Kommunen immer mehr Aufgaben erfüllen müssen, ohne dafür dauerhaft ausreichend finanziert zu werden. Das betrifft nicht nur Haushaltszahlen, sondern ganz konkret den Alltag vor Ort: Kinderbetreuung, Straßen, Kultur, Sport, Mobilität, soziale Angebote, Vereinsleben und viele weitere Leistungen, die für Bürgerinnen und Bürger selbstverständlich erscheinen.
„Unsere Vereine und viele Ehrenamtliche leisten jeden Tag viel für Friedberg. Damit dieses Engagement Wirkung entfalten kann und die notwendige Infrastruktur (z. B. Kindertagesstätten, Feuerwehr, Straßen) bereitsteht, brauchen wir Städte verlässliche Rahmenbedingungen. Der Aktionstag macht sichtbar, dass es hier nicht um abstrakte Haushaltsdebatten geht, sondern um Lebensqualität, Teilhabe und Handlungsfähigkeit vor Ort“, hebt Erste Stadträtin Christine Diegel in ihrer Funktion als Kämmerin der Stadt hervor
„Kommunen sind dort, wo Staat für die Menschen unmittelbar erlebbar wird. Wenn die finanzielle Grundlage dauerhaft nicht ausreicht, geraten genau die Angebote unter Druck, die den Alltag in unserer Stadt tragen. Deshalb ist es richtig, dass Friedberg gemeinsam mit vielen anderen Städten und Gemeinden ein klares Zeichen setzt: Wer Aufgaben überträgt, muss auch die Finanzierung sichern“, betont Bürgermeister Kjetil Dahlhaus.
Auch in Hessen ist die Lage der Städte und Gemeinden angespannt. Nach Angaben des Hessischen Städte- und Gemeindebundes haben die hessischen Kommunen seit 2022 erhebliche Finanzierungsdefizite aufgebaut. Der Verband fordert deshalb Soforthilfen, eine dauerhafte Entlastung bei Pflichtaufgaben, eine auskömmliche kommunale Finanzausstattung sowie weniger Bürokratie und einfachere Verfahren.
Friedberg nutzt den Aktionstag, um die Bedeutung kommunaler Handlungsfähigkeit für alle Einwohner Friedbergs und auch über die Stadtgrenzen hinaus deutlich zu machen.

