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Eine Woche voller Herbstmomente und Gemeinschaft

Begonnen hat die Erntedankwoche draußen in der Natur. Bei gemeinsamen Herbstspaziergängen beobachteten die Kinder, wie sich ihre Umgebung mit Beginn der neuen Jahreszeit verändert. Sie entdeckten und sammelten bunte Blätter und Kastanien und brachten ihre herbstlichen Fundstücke mit zurück in die Kita. Diese Erlebnisse wurden anschließend in den Morgenkreisen aufgegriffen. Gemeinsam wurde darüber gesprochen, was den Herbst ausmacht, was zu dieser Jahreszeit geerntet werden kann und wo die Lebensmittel, die täglich auf unseren Tellern landen, eigentlich herkommen. Aus diesen Gesprächen entwickelte sich nach und nach das Thema „Erntedank“. Passend dazu wurde das Buch „Wir feiern Erntedank“ von Katharina Wilhelm gelesen und betrachtet. Dabei wurde auch deutlich, dass eine reiche Ernte und die große Auswahl an Lebensmitteln, die uns zur Verfügung steht, nicht selbstverständlich sind. Neben Gesprächen, Geschichten und gemeinsamen Entdeckungen durfte natürlich auch das praktische Erleben nicht fehlen. Die Vorschulkinder unternahmen einen lehrreichen Ausflug zu einem Florstädter Landwirt, der ihnen einen Teil seines Ackers zur Verfügung stellte, damit sie die Erfahrung machen konnten, selbst Kartoffeln zu ernten. Aus den gesammelten Kartoffeln wurden anschließend in der Kita leckere Kartoffelspalten zubereitet. So konnten die Kinder hautnah erleben, wo Kartoffeln wachsen und wie aus einem selbst geernteten Lebensmittel eine köstliche Mahlzeit entsteht.

Ein besonderes Gemeinschaftsprojekt begleitete die Kinderburg während der gesamten Woche. Im Eingangsbereich stand ein Bollerwagen mit verschiedenen Lebensmittelzetteln bereit. Gemeinsam mit ihren Kindern konnten die Eltern einen Zettel auswählen und das abgebildete Lebensmittel für das Erntedankfest mitbringen. So füllte sich der Erntedanktisch im Flur von Tag zu Tag und für die Kinder wurde sichtbar was Gemeinschaft und Teilhabe bedeuten: Jeder kann etwas beitragen und gemeinsam entsteht etwas Großes. Den Höhepunkt bildete schließlich das gemeinsame Erntedankfest in der Kinderburg. Am Morgen kamen alle Kinder zu einem liebevoll vorbereiteten gemeinsamen Morgenkreis zusammen. In dessen Mitte waren verschiedene Lebensmittel, Brot, Blumen und herbstliche Elemente arrangiert. Hier konnten die Kinder nochmal ihr Wissen und ihre Erfahrungen aus der vergangenen Woche einbringen. Außerdem wurde überlegt: Wo wächst ein Apfel? Woher kommt die Kartoffel? Was wächst am Baum, was unter der Erde? Was muss passieren, bevor unsere Lebensmittel schließlich auf dem Teller landen? Musikalisch begleitet wurde der Morgenkreis vom Lied „Apfelbaum“, das alle Kinder gemeinsam sangen. Doch damit war das Erntedankfest noch lange nicht vorbei, denn aus den vielen frischen Lebensmitteln, die die Familien im Laufe der Woche mitgebracht hatten, bereitete die Hauswirtschaftskraft der Kinderburg ein vielfältiges Erntedankbuffet als gemeinsames Mittagessen zu. Damit schloss sich für die Kinder auch der Kreis der vergangenen Woche: Die Lebensmittel, über die gesprochen, die gemeinsam betrachtet und von den Familien zusammengetragen worden waren, fanden sich nun auf dem gemeinsamen Buffet wieder. Die Erntedankwoche machte auf vielfältige Weise erlebbar, woher unsere Lebensmittel kommen und welchen Wert sie haben. Vom ersten Herbstspaziergang über gemeinsame Gespräche und Aktionen bis hin zum Erntedankbuffet konnten die Kinder das Thema mit allen Sinnen entdecken. Vor allem aber zeigte die Woche, wie aus vielen kleinen Beiträgen etwas Gemeinsames entsteht – getragen von Kindern, Familien und Mitarbeitenden der Kinderburg.